Ärztemangel auf dem Land: Jede vierte Kreisstadt ist unterversorgt
Wir von der Traumhausverlosung haben die Anzahl der Fachärzt:innen in Relation zur Einwohnerzahl in 294 deutschen Landkreisen analysiert. Die neue Analyse zeigt:
Zwischen 148 und vier Fachärzt:innen kommen auf 1.000 Einwohner:innen.
In Bad Ems sind es 148 Ärzt:innen pro 1.000 Einwohner:innen, in Bergheim lediglich vier.
Frauenanteil ungleich verteilt: In der Gynäkologie beträgt der Frauenanteil 68 Prozent, in der Orthopädie 16 Prozent.
In jeder vierten Kreisstadt gibt es weniger als zehn Fachärzt:innen pro 1.000 Einwohner:innen. Das zeigt unsere aktuelle Untersuchung, mit der wir im Zuge unseres fünften Gewinnspiels die Deutsche Krebshilfe unterstützen. Anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober haben wir die ärztliche Versorgung in 294 deutschen Kreisstädten analysiert und ins Verhältnis zur Einwohnerzahl gesetzt.
In diesen Kreisstädten gibt es die meisten Ärzt:innen
Auf den Plätzen zwei und drei folgen Dietzenbach (Hessen) und Neustadt an der Waldnaab (Bayern) mit 137 Ärzt:innen pro 1.000 Einwohner:innen.
Bad Schwalbach (Hessen) und Plön (Schleswig-Holstein) komplettieren mit 87 bzw. 72 Ärzt:innen pro 1.000 Einwohner:innen die Top Fünf.
Bergheim (Nordrhein-Westfalen) bildet mit vier Ärzt:innen pro 1.000 Einwohner:innen das Schlusslicht der Analyse.
Ebenfalls niedrig sind die Werte in Germersheim (Rheinland-Pfalz, 5), Waiblingen (Baden-Württemberg, 6), Paderborn (6) und Gummersbach (Nordrhein-Westfalen, 6) pro 1.000 Einwohner:innen.
Top 50: In diesen Kreisstädten gibt es die meisten Ärzt:innen pro Einwohner:innen
Stadt | Anzahl Ärzt:innen pro 1.000 Einwohner:innen |
Bad Ems | 148 |
Dietzenbach | 137 |
Neustadt a.d.Waldnaab | 89 |
Bad Schwalbach | 87 |
Plön | 72 |
Kirchheimbolanden | 63 |
Ottweiler | 62 |
Pirna | 59 |
Lichtenfels | 54 |
Bad Doberan | 50 |
Greiz | 50 |
Freyung | 47 |
Tauberbischofsheim | 45 |
Cochem | 44 |
Kusel | 44 |
Miltenberg | 43 |
Eisenberg | 42 |
Herzberg (Elster) | 40 |
Mühlendorf an. Inn | 38 |
Die Tabelle zeigt die 50 Kreisstädte mit der größten Ärzt:innendichte in Deutschland.
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Von Allgemeinmedizin bis Onkologie: Das sind die am häufigsten vertretenen Fachbereiche
In den deutschen Kreisstädten stellen Zahnärzt:innen mit 22.341 die größte Gruppe, gefolgt von 17.622 Internist:innen und 15.741 Allgemeinmediziner:innen. Es folgen Orthopäd:innen (8.397) und Frauenärzt:innen (6.728). Spezialisierte Fachgebiete wie Hautärzt:innen (2.410) oder HNO-Ärzt:innen (2.502) sind dagegen vergleichsweise selten vertreten. Im Fachbereich Onkologie sind 2.395 Fachärzt:innen tätig.
Die Kreisstadt Dietzenbach sticht mit ihrer ärztlichen Versorgung hervor: Mit 133 Kinder- und Jugendärzt:innen sowie 366 Allgemeinmediziner:innen ist die Stadt in der Nähe von Frankfurt am Main bei diesen Facharztrichtungen am besten aufgestellt. Hannover liegt mit 61 Onkolog:innen vorne.
In diesen Kreisstädten gibt es die meisten Onkolog:innen
Stadt | Anzahl Onkolog:innen |
Hannover | 61 |
Ludwigshafen am Rhein | 60 |
Landau in der Pfalz | 55 |
Koblenz | 53 |
Dietzenbach | 52 |
Bad Ems | 51 |
Trier | 50 |
Heidelberg | 46 |
Kaiserlautern | 30 |
Ulm | 29 |
Die Tabelle zeigt die Kreisstädte mit den meisten Onkolg:innen.
„Anlässlich unserer Partnerschaft mit der Deutschen Krebshilfe und des Brustkrebsmonats möchten wir die Bedeutung einer wohnortnahen fachärztlichen Versorgung betonen – gerade wenn es um Vorsorge und Früherkennung geht. Unsere Untersuchung zeigt, dass insbesondere in ländlichen Regionen noch Handlungsbedarf besteht, damit alle Menschen schnell und kompetent betreut werden können. Mit unserer aktuellen Verlosung unterstützen wir deshalb die Deutsche Krebshilfe, die sich seit vielen Jahren für eine bestmögliche Aufklärung und Versorgung von Krebspatient:innen einsetzt“, sagt Luisa Haxel, Geschäftsführerin von Traumhausverlosung.
Über die Untersuchung
Es wurden alle Kreisstädte in 294 Landkreisen Deutschlands untersucht. Im Rahmen der allgemeinen Kreisstadt-Arztrecherche wurden alle niedergelassenen Ärzt:innen berücksichtigt, um die Ärztedichte pro 1.000 Einwohner:innen zu ermitteln. Für die detaillierten Facharztanalysen, etwa zur Geschlechterverteilung, wurden nur Ärzt:innen aus den Bereichen Innere Medizin, Zahnmedizin, Onkologie, Kinder- und Jugendmedizin, Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Dermatologie, Augenheilkunde, Orthopädie und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde einbezogen. Ebenfalls berücksichtigt wurden kreisfreie Städte, die zugleich Verwaltungssitz eines Regierungsbezirks oder Landkreises sind. Die Recherche bezieht sich auch auf Ärzt:innen im Umkreis des Stadtgebietes.