Was es ausmacht, was es kostet – und warum es so viele Menschen träumen lässt

Architektenhaus

Außenansicht des Franken-Hauses mit Pool und Garten

Chance: 1 zu allen teilnehmenden Losen

Stell dir vor, du stehst auf einem leeren Grundstück und jede Wand, jedes Fenster, jeder Blickwinkel entsteht nach deinen eigenen Vorstellungen. Kein Katalog, kein "Haus von der Stange" – sondern ein Zuhause, das es so kein zweites Mal gibt.

Genau das ist die Idee hinter einem Architektenhaus: Du planst gemeinsam mit einer Architektin oder einem Architekten dein Eigenheim von Grund auf neu, statt aus vorgefertigten Modellen zu wählen. In diesem Ratgeber erfährst du, was ein Architektenhaus wirklich ausmacht, mit welchen Kosten du rechnen solltest und für wen sich der Weg zum individuell geplanten Traumhaus lohnt.

Was ist ein Architektenhaus?

Ein Architektenhaus ist ein Wohnhaus, das nicht aus einem Standard-Katalog eines Fertighausanbieters stammt, sondern von einer Architektin oder einem Architekten individuell für dich entworfen wird. Du bestimmst Grundriss, Fassade, Dachform und Materialien gemeinsam mit deinem Architekten – abgestimmt auf dein Grundstück, deinen Alltag und dein Budget.

Der Unterschied zum Fertighaus liegt vor allem in der Ausgangslage: Bei einem Fertighaus wählst du aus bestehenden Grundrissen und passt sie in Grenzen an. Bei einem Architektenhaus beginnt die Planung bei null. Das bedeutet mehr Freiheit, aber auch mehr Zeit und Abstimmung – von der ersten Skizze bis zur fertigen Ausführungsplanung.

Rechtlich betrachtet bist du bei einem Architektenhaus der private Bauherr. Du beauftragst den Architekten, gemeinsam mit dir die Immobilie zu planen und den Bau zu begleiten – kannst dabei aber selbst entscheiden, wie viele Aufgaben du an ihn abgibst und wie viel du in Eigenregie oder über eine Baufirma abwickelst.

Dein Traumhaus – ganz ohne eigene Planung

Das Traumhaus mit Ostseeblick aus der Vogelperspektive seitlich mit Blick auf das rote Backsteinhaus, weißen Fenstern, dunkelgrüner Eingangstür und Reetdach. Um das Traumhaus herum erstreckt sich ein großer grüner Garten mit einigen Büschen und viel Rasenfläche. Hinter dem Grundstück ist ein Naturschutzgebiet und die Ostsee zu sehen.

Wer sich den Aufwand einer eigenen Bauplanung sparen möchte, kann sein Traumhaus auch auf einem anderen Weg finden. Bei der Traumhausverlosung wird bei jeder Ziehung ein komplett eingerichtetes, individuell gestaltetes Haus verlost – ganz ohne Architektenhonorar und Bauzeit.

Architektenhaus vs. Fertighaus: die wichtigsten Unterschiede

Beide Wege führen zum eigenen Haus, aber der Ablauf unterscheidet sich deutlich:

  • Planung: Beim Fertighaus wählst du aus bestehenden Grundrissen, beim Architektenhaus entsteht der Entwurf komplett neu.

  • Zeitrahmen: Ein schlüsselfertiges Fertighaus kann oft innerhalb weniger Monate bezugsfertig sein, ein Architektenhaus braucht durch die individuelle Planungsphase häufig deutlich länger.

  • Flexibilität: Ungewöhnliche Grundstücke – Hanglage, schmale Zufahrt, ungewöhnlicher Zuschnitt – lassen sich mit einem Architekten oft besser lösen als mit einem Standardgrundriss.

  • Kosten: Rund 20.000 bis 30.000 Euro mehr zahlst du im Schnitt gegenüber einem vergleichbaren Fertighaus – dafür entscheidest du über jede Wand selbst.

Welcher Weg besser passt, hängt am Ende davon ab, wie wichtig dir Individualität ist – und wie viel Zeit und Budget du mitbringst.

Was kostet ein Architektenhaus?

Die Kosten für ein Architektenhaus setzen sich aus drei Bausteinen zusammen:

  • der Nettobausumme (den reinen Baukosten ohne Grundstück und ohne Umsatzsteuer)

  • dem Architektenhonorar

  • der Umsatzsteuer.

Wie stark diese Summe schwankt, zeigt die aktuelle Preisentwicklung: Laut Statistischem Bundesamt sind die Baupreise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,0 Prozent gestiegen, nach 3,3 Prozent im Februar 2026. Einen pauschalen Euro-Richtwert für ein "durchschnittliches" Architektenhaus gibt es dabei nicht seriös: Die tatsächlichen Baukosten hängen stark von Ausstattung, Energiestandard, Region und Zeitpunkt der Beauftragung ab. Für eine realistische Einschätzung lohnt sich ein konkreter Kostenvoranschlag durch den beauftragten Architekten.

Um die Kosten für ein Architektenhaus grob einzuordnen, kannst du dich an der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure – kurz HOAI – orientieren. Sie teilt Bauvorhaben zunächst nach ihrem Schwierigkeitsgrad in fünf Stufen ein, im Fachjargon Honorarzonen genannt: von Honorarzone I (sehr geringe Anforderungen) bis Honorarzone V (sehr hohe Anforderungen). Laut der offiziellen Objektliste der HOAI werden Einfamilienhäuser in der Regel der Honorarzone II oder III zugeordnet – je nachdem, wie anspruchsvoll Gestaltung, Konstruktion und technische Ausstattung im Einzelfall sind. Je höher die Honorarzone, desto höher fällt der Honorarsatz aus.

Zusätzlich zur Honorarzone unterteilt die HOAI die Leistungen eines Architekten in neun Phasen:

Phase

Bezeichnung

Was in dieser Phase passiert

1

Grundlagenermittlung

Aufgabenstellung und Rahmenbedingungen klären

2

Vorplanung

Erste Entwurfsideen, grobe Kostenschätzung

3

Entwurfsplanung

Ausgearbeiteter Entwurf, genauere Kostenberechnung

4

Genehmigungsplanung

Unterlagen für den Bauantrag erstellen

5

Ausführungsplanung

Detaillierte Pläne für die Umsetzung auf der Baustelle

6

Vorbereitung der Vergabe

Leistungsverzeichnisse für Handwerksbetriebe erstellen

7

Mitwirkung bei der Vergabe

Angebote vergleichen, Aufträge vergeben

8

Objektüberwachung (Bauüberwachung)

Bauausführung vor Ort kontrollieren

9

Objektbetreuung

Mängel dokumentieren und beseitigen lassen

Beauftragst du alle neun Phasen, liegt das Gesamthonorar häufig bei rund 10 bis 15 Prozent der reinen Bausumme. Ein Beispiel: Bei einer Nettobausumme von 300.000 Euro und einem Honorar von rund 40.000 Euro kommst du inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer auf etwa 400.000 Euro – Grundstück und Kaufnebenkosten kommen noch dazu.

Ein zweites Beispiel zeigt, wie stark der Leistungsumfang den Preis beeinflusst: Beauftragst du bei einer Nettobausumme von 230.000 Euro nur die Leistungsphasen 1 bis 4 aus der Tabelle oben – zusammen rund 27 Prozent des vollen Honorars –, zahlst du entsprechend nur einen Bruchteil dessen, was für alle neun Phasen fällig würde. Den Rest, allen voran die honorarintensive Objektüberwachung (Phase 8), übernimmst du dann entweder selbst oder gibst ihn an die ausführende Baufirma ab. Wichtig ist dabei: Je später du während der Bauphase noch Änderungswünsche einbringst, desto eher steigt das Honorar, weil bereits abgeschlossene Planungsschritte überarbeitet werden müssen.

Wichtig zu wissen: Du musst nicht zwingend alle neun Leistungsphasen beauftragen. Wer zum Beispiel nur Entwurf und Genehmigungsplanung an den Architekten vergibt und den Rest über eine Baufirma abwickelt, senkt die Honorarkosten spürbar.

Neben Nettobausumme, Honorar und Umsatzsteuer solltest du zusätzlich Baunebenkosten einplanen: Grundstückskauf, Erschließung, Notar- und Grundbuchkosten, Vermessung sowie das Bodengutachten, das der Architekt für die Planung braucht. In der Praxis liegen diese Nebenkosten häufig bei 10 bis 15 Prozent der reinen Baukosten. Ein Posten, der bei der Budgetplanung für ein Architektenhaus oft unterschätzt wird.

So läuft die Planung eines Architektenhauses ab

Am Anfang steht ein persönliches Gespräch: Der Architekt möchte wissen, wie du wohnst, wie viele Rückzugsorte du brauchst und welches Verhältnis von offenen und geschlossenen Räumen zu dir passt. Aus diesem Gespräch entsteht ein erster Entwurf, meist als Skizze oder 3D-Visualisierung, die du gemeinsam mit dem Architekten verfeinerst.

Sobald der Entwurf steht, kümmert sich der Architekt um die Genehmigungsplanung und reicht den Bauantrag bei der zuständigen Behörde ein. Dafür braucht er unter anderem einen amtlichen Lageplan und das bereits erwähnte Bodengutachten. Ist die Baugenehmigung erteilt, folgen Ausführungsplanung, Ausschreibung der Gewerke und schließlich die Bauüberwachung. Der Architekt kontrolliert also, ob auf der Baustelle tatsächlich das umgesetzt wird, was geplant wurde.

Wie lange das insgesamt dauert, hängt stark vom Bauamt und von der Komplexität deines Grundstücks ab. Plane für Planung und Genehmigung realistisch mehrere Monate ein, bevor überhaupt der erste Spatenstich möglich ist.

Vorteile eines Architektenhauses

Stell dir vor, dein Homeoffice hat genau die Fensterfront, die du dir immer gewünscht hast, oder die Küche öffnet sich direkt zur Terrasse, weil du beim Kochen den Garten im Blick haben willst. Das ist der Kern der Vorteile eines Architektenhauses:

  • Individuelle Gestaltung: Grundriss, Raumaufteilung und Fassade folgen deinen Wünschen, nicht einem Katalogmodell.

  • Maßgeschneiderte Lösungen für schwierige Grundstücke: Ein Architekt holt aus Hanglagen, schmalen Zufahrten oder ungewöhnlichen Zuschnitten oft mehr heraus als ein Standardgrundriss.

  • Freiheit bei der Haustechnik: Photovoltaik, Smart-Home-Lösungen oder individuelle Heizsysteme lassen sich von Anfang an einplanen.

  • Höherer Wiederverkaufswert: Individuell geplante Häuser erzielen am Markt häufig einen höheren Wiederverkaufswert als Häuser von der Stange.

Gerade bei schwierigen Grundstücken zeigt sich der Unterschied deutlich: Ein Hanggrundstück, ein schmales Baufenster in der Stadt oder eine Zufahrt, die nur einseitig befahrbar ist, lassen sich mit einem individuellen Entwurf oft besser lösen als mit einem Grundriss von der Stange, der auf ein rechteckiges Normgrundstück ausgelegt ist.

Nachteile und was du bedenken solltest

Genauso gehört es dazu ehrlich drauf zu schauen, was ein Architektenhaus schwieriger macht als ein Fertighaus:

  • Längere Planungs- und Bauphase: Während ein schlüsselfertiges Haus teils nach zwei bis drei Monaten bezugsfertig ist, dauert die Planungs- und Bauphase eines Architektenhauses im Schnitt rund neun Monate.

  • Höhere Kosten: Im Vergleich zum Fertighaus kommen häufig rund 20.000 bis 30.000 Euro an Mehrkosten hinzu.

  • Zeitaufwendige Architektensuche: Gute Architekturbüros haben oft volle Auftragsbücher – plane genügend Vorlauf ein.

  • Baugrundstück vorausgesetzt: Ohne passendes Grundstück kann die Planung nicht beginnen.

Wer diese Punkte kennt, kann realistisch einschätzen, ob sich der Mehraufwand für das eigene Vorhaben lohnt. Ein guter Anhaltspunkt: Wenn du beim Gedanken an neun Monate Planungsphase eher neugierig als genervt wirst, ist das oft schon ein Hinweis darauf, dass ein Architektenhaus zu deiner Art zu bauen passt.

Gewinne dein individuelles Traumhaus

Das Traumhaus mit Ostseeblick aus der Vogelperspektive seitlich mit Blick auf das rote Backsteinhaus, weißen Fenstern, dunkelgrüner Eingangstür und Reetdach. Um das Traumhaus herum erstreckt sich ein großer grüner Garten mit einigen Büschen und viel Rasenfläche. Hinter dem Grundstück ist ein Naturschutzgebiet und die Ostsee zu sehen.

Individuell gestaltet, komplett eingerichtet und bereit zum Einzug: Bei der Traumhausverlosung verlost eine gemeinnützige, TÜV-geprüfte Soziallotterie regelmäßig ein neues Traumhaus. Sichere dir ein Los und nimm an der aktuellen Ziehung teil.

Welche Baustile sind bei Architektenhäusern beliebt?

Weil ein Architektenhaus keinem Katalog folgt, ist auch der Baustil frei wählbar. Besonders gefragt sind aktuell klare, reduzierte Formen: großzügige Glasflächen, flache oder leicht geneigte Dächer und offene Grundrisse, die Wohn-, Ess- und Küchenbereich zu einem Raum verschmelzen lassen. Wer es puristisch mag, orientiert sich oft am Bauhaus-Stil mit seiner Reduktion auf Funktion und klare Linien.

Wer dagegen ein repräsentativeres Erscheinungsbild sucht, landet häufig bei Formen, die klassische Eleganz mit modernen Grundrissen verbinden – wie bei einer Stadtvilla. Der große Vorteil eines Architektenhauses: Du musst dich nicht für einen fertigen Stil entscheiden, sondern kannst Elemente verschiedener Richtungen mit deinem Architekten so kombinieren, wie es zu deinem Grundstück und deinem Geschmack passt.

Für wen lohnt sich ein Architektenhaus?

Ein Architektenhaus passt gut zu dir, wenn dir die individuelle Gestaltung wichtiger ist als eine kurze Bauzeit, wenn dein Grundstück eine besondere Herausforderung ist – etwa eine Hanglage oder ein ungewöhnlicher Zuschnitt – oder wenn du ohnehin ein größeres Budget für dein Eigenheim eingeplant hast. Wer dagegen schnell einziehen möchte und mit einem bewährten Grundriss zufrieden ist, ist mit einem Fertighaus oft besser beraten.

Auch die Lebensphase spielt eine Rolle: Wer gerade eine Familie gründet oder ein Homeoffice fest einplanen will, profitiert von der Möglichkeit, Räume genau auf diesen Alltag zuzuschneiden – etwa ein Kinderzimmer, das sich später leicht zum Jugendzimmer umbauen lässt, oder ein Arbeitszimmer mit eigenem Eingang. Wer dagegen beruflich häufig umzieht oder sein erstes Eigenheim möglichst risikoarm realisieren möchte, fährt mit einem erprobten Fertighaus-Grundriss oft ruhiger.

Architektenhäuser bei der Traumhausverlosung

Der Gedanke hinter einem Architektenhaus – ein Zuhause, das es so nur einmal gibt – ist auch der Gedanke, der die Häuser der Traumhausverlosung besonders macht: individuell eingerichtete Traumhäuser statt Häuser von der Stange. Stell dir vor, du öffnest die Tür zu genau so einem individuell gestalteten Haus, ohne selbst monatelang zu planen oder ein Architektenhonorar zu zahlen.

Mit einem Los der Traumhausverlosung nimmst du an der Verlosung teil. Gewinnst du, ziehst du in ein komplett eingerichtetes Traumhaus. Und das ganz ohne eigene Planung und ohne Architektenhonorar. Ob es klappt, entscheidet allein der Zufall. Ein Teil der Erlöse fließt zusätzlich in gemeinnützige Projekte. Welches Haus gerade zur Verlosung steht, siehst du auf unserer Seite zu den aktuellen Traumhäusern; einen Überblick über alle Haustypen, die bei der Traumhausverlosung schon verlost wurden oder aktuell im Rennen sind, findest du auf unserer Haustypen-Übersicht.

Häufige Fragen zum Architektenhaus

Die Gesamtkosten ergeben sich aus Nettobausumme, Architektenhonorar (üblicherweise 10 bis 15 Prozent der Nettobausumme) und Umsatzsteuer. Bei einer Nettobausumme von 300.000 Euro liegen die Gesamtkosten inklusive Honorar und Steuer häufig bei rund 400.000 Euro, zuzüglich Grundstück und Nebenkosten

Beim Fertighaus wählst du aus bestehenden Grundrissen eines Herstellers, beim Architektenhaus entwirft eine Architektin oder ein Architekt dein Haus individuell für dich – von der ersten Skizze bis zur Ausführungsplanung.

Ja. Ohne Baugrundstück kann die Planung nicht beginnen, da der Architekt Lage, Zuschnitt und Bodenbeschaffenheit direkt in den Entwurf einbezieht. Es lohnt sich trotzdem, schon vor dem Grundstückskauf ein Architekturbüro anzusprechen – viele geben auch in dieser frühen Phase erste Einschätzungen.

Nein. Du kannst zum Beispiel nur die Entwurfs- und Genehmigungsplanung vergeben und die restlichen Phasen über eine Baufirma abwickeln lassen. Das senkt die Honorarkosten, bedeutet aber auch, dass der Architekt die Bauüberwachung nicht mehr übernimmt.

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